Kriterium

Fisch und Fleisch

 

Ob Schwein, Rind, Hühnchen oder Kalb – Fleisch ist ein beliebtes Lebensmittel in Deutschland, was der Konsum von 60,2 kg pro Kopf pro Jahr (2018) verdeutlicht. Wir empfehlen Fleisch und Wurst in Maßen zu essen: 300-600 g pro Woche reichen aus.

 

Fleisch

 

Die Liste der unterschiedlichen Fleischsorten ist lang. Neben den oben genannten gehören auch Lamm- und Putenfleisch dazu, aber auch Pferdefleisch. Grob einteilen lässt sich Fleisch in rotes und weißes Fleisch.

 

 

Rotes Fleisch ist das Fleisch von Rind, Schwein, Lamm bzw. Schaf und Ziege.

 

Weißes Fleisch ist das Fleisch von Geflügel wie Huhn.

 

 

Egal ob rot oder weiß, Fleisch bringt (wie alle tierischen Lebensmittel) gut verfügbares Protein für den menschlichen Körper mit sich.

 

Aber auch eine pflanzliche Ernährung kann, bei geschickter Kombination der Proteinquellen, alle notwendigen Proteine liefern.

 
Neben gut verfügbaren Proteinen liefert Fleisch auch Mineralstoffe wie Zink und Eisen. Eisen sorgt in unserem Körper zum Beispiel dafür, dass Sauerstoff durch unser Blut zu unseren Zellen transportiert wird. Zink ist Bestandteil einiger Enzyme, die in unserem Körper z.B. am Zellwachstum oder der Wundheilung beteiligt sind. Zudem ist Fleisch reich an B-Vitaminen wie B1, B6 und B12.

 

Hört sich doch ganz gut an, also warum dann in Maßen?

 

Fleisch enthält zwar Inhaltsstoffe, die für unseren Körper sehr wichtig sind, aber es gibt ein paar Sachen, die man dabei im Hinterkopf behalten sollte. Ein erhöhter Konsum von rotem Fleisch und Wurst kann das Darmkrebsrisiko erhöhen. Außerdem ist bei der Produktion tierischer Lebensmittel der Verbrauch von Ressourcen und der Ausstoß schädlicher Treibhausgase höher als bei der Produktion pflanzlicher Lebensmittel.

 

Bild: ricka_kinamoto  – stock.adobe.com
Bild: ricka_kinamoto – stock.adobe.com

Fisch

 

Egal ob fettreich oder fettarm – ein bis zweimal die Woche sollte Fisch auf dem Speiseplan stehen. Fettreiche Fische sind zum Beispiel Makrele, Hering oder Lachs. Wie der beschreibende Name schon sagt, bestechen sie durch ihren hohen Fettgehalt. Besonders hervorzuheben ist der Gehalt an langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Fettreicher Fisch ist von besonderer Bedeutung für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und vermindert das Risiko für Schlaganfälle.  Fische liefern zudem gut verfügbares Protein, Mineralstoffe und Seefische zudem das wichtige Spurenelement Jod.

 

Aber auch beim Konsum von Fischen solltest du ein Augenmerk auf die Nachhaltigkeit haben. Viele Fischbestände in unseren Meeren gelten bereits als überfischt und die Aufzucht in Aquakulturen ist nicht immer artgerecht. Orientierung können dir hier Siegel verschiedener Vereine und Verbände liefern, beispielsweise das MSC-Siegel, welches verantwortungsbewusste und umweltfreundliche Fischerei fördert.

 

Für Fisch und Fleisch gibt es bei uns ein Maximal-Kriterium: pro Portion drüfen maximal 150 g Fisch oder Fleisch enthalten sein.


Weitere Informationen zum Thema Fisch, Fleisch und Fleischprodukte findest du bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.